Ratgeber

Anschreiben: Aufbau Schritt für Schritt

Mit dem Gerüst oben füllen Sie Stelle, Motivation und Stärken aus und erhalten eine Gliederung zum Weiterschreiben. Darunter lesen Sie, wie ein Anschreiben aufgebaut ist. Die Hinweise stammen aus dem Bewerbungstraining der Bundesagentur für Arbeit und deren Ratgeber meinBERUF (beide arbeitsagentur.de, abgerufen am 26. Oktober 2026).

Stand Oktober 20263 Min. Lesezeit

Anschreiben-Gerüst

Füllen Sie die Felder in Stichworten aus. Daraus entsteht eine Gliederung, die Sie in eigenen Worten ausformulieren.

Läuft nur in Ihrem Browser, nichts wird übertragen oder gespeichert. Das Gerüst ersetzt kein fertiges Anschreiben, formulieren Sie jeden Absatz selbst und passend zur Stelle.

So nutzen Sie das Gerüst

Tragen Sie die Stelle, den Arbeitgeber, Ihren Grund für die Bewerbung und eine Stärke mit Beleg ein. Das Gerüst ordnet Ihre Angaben in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Es arbeitet ohne KI und nur in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert oder übertragen. Den Text formulieren Sie danach selbst.

Aufbau des Anschreibens

meinBERUF gliedert das Anschreiben in diese Teile:

Teil Inhalt Umfang laut meinBERUF
Kontaktdaten Ihr Name, Adresse, Handynummer, seriöse E-Mail-Adresse, dazu die Adresse des Arbeitgebers Briefkopf
Ort und Datum rechtsbündig, Format TT.MM.JJJJ eine Zeile
Betreff Titel der Stelle aus der Anzeige, dazu die Kennziffer, falls genannt eine Zeile
Anrede möglichst mit Namen der Ansprechperson eine Zeile
Einstieg Motivation und warum gerade dieser Arbeitgeber drei bis fünf Zeilen
Hauptteil Qualifikationen, Erfahrungen und Stärken mit Beleg etwa acht Zeilen
Verbindung was Sie zum Erfolg des Arbeitgebers beitragen etwa zwei Zeilen
Schluss Bitte um Rückmeldung und Gespräch, Grußformel, Unterschrift ein Satz und Gruß

Insgesamt sollte das Anschreiben laut Bundesagentur möglichst nicht mehr als eine DIN-A4-Seite umfassen.

Einleitung und Hauptteil

  • Kein Standardsatz: meinBERUF rät davon ab, mit „Hiermit bewerbe ich mich …“ zu beginnen.
  • Bezug nennen: Schreiben Sie, wie Sie auf die Stelle aufmerksam wurden, etwa über die Anzeige, eine Messe oder eine Empfehlung.
  • Aktiv schreiben: Die Bundesagentur rät, Konjunktive wie „würde“ und „könnte“ zu vermeiden und kurze Sätze zu verwenden.
  • Belegen statt aufzählen: Nennen Sie, wo Sie eine Stärke erworben und angewendet haben.

Ein eigenes Beispiel für einen Einstieg: „Seit drei Jahren betreue ich in einem Autohaus die Werkstatttermine von bis zu 40 Kunden am Tag. In Ihrer Anzeige für die Serviceberatung finde ich genau diese Aufgabe wieder, dazu die Arbeit mit Elektrofahrzeugen, die mich seit meiner letzten Schulung interessiert.“ Drei vollständige Muster finden Sie unter Anschreiben Muster.

Schluss und Unterschrift

  • Rückmeldung: Bitten Sie in einem kurzen Satz um ein Vorstellungsgespräch.
  • Eintrittstermin und Gehalt: nur nennen, wenn die Anzeige danach fragt. Sonst klären Sie das im Gespräch.
  • Unterschrift: per Post mit vollem Vor- und Nachnamen, bei E-Mail eingescannt. In einem Freitextfeld eines Portals ist laut meinBERUF keine Unterschrift nötig.

Alle Angaben laut Bundesagentur für Arbeit. Einige Unternehmen verzichten bei Online-Bewerbungen inzwischen auf ein Anschreiben, prüfen Sie das in der Anzeige. Welche Unterlagen außerdem dazugehören, steht unter Bewerbungsunterlagen, Hinweise zum Versand unter Online-Bewerbung.

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Anschreiben sein?

Laut Bundesagentur für Arbeit möglichst nicht länger als eine DIN-A4-Seite.

Darf ich ein Anschreiben mit KI schreiben?

meinBERUF rät, es selbst zu schreiben und einen KI-Vorschlag höchstens als Grundlage zu nehmen, weil die KI Sie nicht kennt.

Werden meine Eingaben im Gerüst gespeichert?

Nein. Das Gerüst läuft nur in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert oder übertragen.

Weiterlesen